Teestollen nach Helgas handschriftlicher Notiz

Teestollen

Dieser Teestollen gehört zu Helgas ersten einfachen Hausrezepten. Die handschriftliche Notiz ist sehr kurz, enthält aber alles, was für einen schlichten, saftigen Stollen zum Tee wichtig ist: Vollmehl, Honig, Eier, Butter, Rosinen, Milch und Backpulver.

Im Original steht nur knapp: ”Abtrieb machen, Rosinen unterziehen, zuletzt Schnee + Mehl unterheben.“ Für die heutige Küche werden die einzelnen Schritte hier etwas ausführlicher erklärt, ohne die ursprünglichen Zutaten zu verändern.

Über diesen Teestollen

Ein Teestollen ist kein schwerer Weihnachtsstollen, sondern eher ein einfacher Kuchen oder Stollen, der gut zu Tee oder Kaffee passt. Durch Honig, Butter, Milch und Rosinen wird er mild süß und saftig.

Besonders schön an diesem Rezept ist seine Schlichtheit. Es braucht keine aufwendigen Zutaten und wirkt wie ein typisches Hausrezept, das für den Alltag gedacht war.

Originaler Rezepttitel

Im Original steht als Titel:

Teestollen

Diese Bezeichnung wurde hier beibehalten, weil sie kurz und passend ist. Der Name deutet darauf hin, dass der Stollen als einfaches Gebäck zum Tee gedacht war.

Originalbild

Gesunde Kost alle Tage

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Hier können Sie das Originalbild herunterladen.
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Dieses Rezept ist innerhalb der gesamten Rezeptsammlung das 14. Rezept.
Auf dem hier verwendeten Bild erscheint es jedoch als siebte Rezept, da das Bild nur einen Ausschnitt der ursprünglichen Sammlung zeigt.

Für die Einordnung auf dieser Website wird es daher als Rezept Nr. 14geführt.

Zutaten

  • 375g Vollmehl
  • 180g Honig
  • 2 Eier
  • 125g Butter
  • 125g Rosinen
  • 500ml Milch
  • 1 kleiner Löffel Backpulver

Hinweise zu den Mengen

In der alten Rezeptnotiz wird die Einheit dag verwendet.
1 dag entspricht 10 g.

Das bedeutet:

37,5 dag Vollmehl = 375 g Vollmehl
18 dag Honig = 180 g Honig
12,5 dag Butter = 125 g Butter
12,5 dag Rosinen = 125 g Rosinen

Die angegebene Milchmenge beträgt:

1/2 l Milch = 500 ml Milch

Die Abkürzung KL steht sehr wahrscheinlich für Kaffeelöffel oder einen kleinen Löffel. In heutigen Rezepten entspricht das ungefähr einem kleinen Teelöffel.

BP steht für Backpulver.

Hinweise zu den Zutaten

Vollmehl

Im Original steht Vollmehl. Gemeint ist ein Mehl mit vollem Kornanteil, also ein kräftigeres Mehl als helles Weißmehl. Es gibt dem Teestollen eine etwas herzhaftere, bodenständige Note.

Da Vollmehl mehr Flüssigkeit aufnimmt als helles Mehl, passt die relativ hohe Milchmenge gut zum Rezept.

Honig

Der Teestollen wird mit Honig gesüßt. Dadurch bekommt er eine mildere, rundere Süße als ein Kuchen mit weißem Zucker.

Je nach Honigsorte kann der Geschmack etwas variieren. Ein milder Blütenhonig macht den Stollen sanfter, ein kräftiger Waldhonig gibt ihm mehr Tiefe.

Rosinen

Die Rosinen werden laut Originalrezept ”untergezogen“, also vorsichtig unter die Masse gemischt. Sie bringen Süße und Saftigkeit in den Teestollen.

Wer möchte, kann die Rosinen vorher kurz in warmem Wasser oder Milch einweichen und anschließend gut abtropfen lassen. Das steht nicht ausdrücklich im Original, kann aber helfen, wenn die Rosinen sehr trocken sind.

Schnee

Mit Schnee ist in alten österreichischen Rezepten meist Eischnee gemeint. Dafür werden die Eiweiße steif geschlagen und am Ende vorsichtig untergehoben. Dadurch wird der Teig etwas lockerer.

Zubereitung

  1. Zutaten vorbereiten
    Das Vollmehl abwiegen.
    Das Backpulver mit dem Mehl mischen.
    Die Rosinen bereitstellen und bei Bedarf kurz einweichen, dann gut abtropfen lassen.
    Die Eier trennen, da später Eischnee untergehoben wird.

  2. Butter weich werden lassen
    Die Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen.
    Sie sollte weich sein, damit sie sich gut mit dem Honig verrühren lässt.
    Zu harte Butter lässt sich schwer zu einem gleichmäßigen Abtrieb verarbeiten.

  3. Abtrieb machen
    Butter und Honig in eine Schüssel geben.
    Beides gut verrühren, bis eine gleichmäßige Masse entsteht.
    Nach und nach die Dotter dazugeben und weiter rühren.
    Diese Grundmasse wird im alten Rezept als ”Abtrieb“ bezeichnet.

  4. Milch einrühren
    Die Milch nach und nach zur Butter-Honig-Dotter-Masse geben.
    Dabei langsam rühren, damit sich die Zutaten möglichst gut verbinden.
    Die Masse kann durch die Milch etwas flüssiger wirken, das ist bei diesem Rezept normal.

  5. Rosinen unterziehen
    Die Rosinen zur Masse geben.
    Vorsichtig unterziehen, damit sie gleichmäßig verteilt sind.
    Nicht zu stark rühren, damit der Teig später nicht unnötig schwer wird.

  6. Eischnee schlagen
    Die Eiweiße in einer sauberen Schüssel steif schlagen.
    Der Eischnee sollte fest, aber nicht trocken sein.
    Er wird erst am Ende untergehoben.

  7. Mehl und Eischnee unterheben
    Das mit Backpulver vermischte Vollmehl zur Masse geben.
    Den Eischnee ebenfalls dazugeben.
    Beides vorsichtig unterheben, bis ein gleichmäßiger Teig entsteht.
    Nur so lange mischen, bis keine großen Mehlnester mehr sichtbar sind.

  8. Form vorbereiten
    Eine Kastenform oder Stollenform einfetten.
    Den Teig einfüllen und die Oberfläche glatt streichen.
    Da im Original keine Formgröße angegeben ist, sollte eine nicht zu große Form gewählt werden, damit der Teestollen nicht zu flach wird.

  9. Teestollen backen
    Im Original sind keine Backtemperatur und keine genaue Backzeit angegeben.
    Für die heutige Küche kann man den Teestollen bei mäßiger Hitze backen, zum Beispiel bei etwa 180 °C.
    Der Teestollen ist fertig, wenn er fest geworden ist und bei der Stäbchenprobe kein feuchter Teig mehr haften bleibt.

  10. Auskühlen lassen
    Den Teestollen aus dem Ofen nehmen.
    Kurz in der Form ruhen lassen.
    Danach vorsichtig herauslösen und vollständig auskühlen lassen, bevor er angeschnitten wird.

Worauf man achten sollte

Die Butter sollte weich sein.
So lässt sie sich besser mit dem Honig verrühren und der Abtrieb wird gleichmäßiger.

Der Eischnee sollte vorsichtig untergehoben werden.
Zu starkes Rühren nimmt dem Teig wieder Luft.

Die Rosinen sollten nicht zu nass sein.
Wenn sie eingeweicht werden, müssen sie gut abtropfen, damit der Teig nicht zusätzlich verwässert.

Da das Original keine Backzeit nennt, ist die Stäbchenprobe besonders wichtig.
Erst wenn kein feuchter Teig mehr am Stäbchen haftet, ist der Teestollen durchgebacken.

Geschmack und Konsistenz

Dieser Teestollen schmeckt mild süß, saftig und bodenständig. Der Honig gibt ihm eine warme Süße, die Rosinen sorgen für kleine fruchtige Stellen im Teig.

Durch das Vollmehl wird der Stollen etwas kräftiger als ein heller Rührkuchen. Er ist nicht übermäßig luftig, sondern eher schlicht, weich und sättigend.

Gerade dadurch passt er gut zu Tee oder Kaffee.

Was bedeutet ”Abtrieb machen“?

”Abtrieb machen“ ist ein alter Ausdruck aus der österreichischen Küche. Gemeint ist meist, dass Butter mit einer süßenden Zutat und Dottern gut verrührt wird, bis eine gleichmäßige Grundmasse entsteht.

In diesem Rezept besteht der Abtrieb aus Butter, Honig und Dottern. Danach kommen Milch, Rosinen sowie zuletzt Mehl und Eischnee dazu.

Kann man den Teestollen vorbereiten?

Ja, dieser Teestollen lässt sich gut vorbereiten. Er kann am Vortag gebacken werden und schmeckt oft noch besser, wenn er einige Stunden durchziehen konnte.

Nach dem Auskühlen sollte er gut abgedeckt aufbewahrt werden, damit er nicht austrocknet.

Wenn er länger aufbewahrt werden soll, kann man ihn in Scheiben schneiden und gut verpackt einfrieren. Zum Servieren lässt man die Scheiben bei Raumtemperatur auftauen.

Serviervorschlag

Der Teestollen passt gut zu schwarzem Tee, Kräutertee oder Kaffee. Da er bereits Honig und Rosinen enthält, braucht er keine aufwendige Glasur.

Wer möchte, kann ihn sehr schlicht mit etwas Butter servieren. Auch ein wenig Honig oder ein fruchtiger Aufstrich passt dazu, wenn man ihn süßer essen möchte.

Häufige Fragen

Was ist ein Teestollen?

Ein Teestollen ist ein einfaches Gebäck, das gut zu Tee oder Kaffee passt. In diesem Rezept handelt es sich eher um einen schlichten, saftigen Stollen mit Honig und Rosinen als um einen schweren Festtagsstollen.

Was bedeutet ”Schnee“ im Originalrezept?

Mit ”Schnee“ ist Eischnee gemeint. Dafür werden die Eiweiße steif geschlagen und am Ende vorsichtig unter den Teig gehoben.

Was bedeutet ”KL BP“?

”KL“ steht sehr wahrscheinlich für Kaffeelöffel oder kleiner Löffel. ”BP“ steht für Backpulver. Gemeint ist also etwa ein kleiner Löffel Backpulver.

Kann man statt Vollmehl auch helles Mehl verwenden?

Helles Mehl kann verwendet werden, verändert aber den Charakter des Rezepts. Mit Vollmehl schmeckt der Teestollen kräftiger und ursprünglicher.

Warum steht keine Backzeit im Original?

Alte handschriftliche Familienrezepte waren oft sehr knapp. Häufig wurden Backzeit und Temperatur nicht notiert, weil sie für die Person, die das Rezept kannte, selbstverständlich waren. Deshalb ist bei diesem Rezept die Stäbchenprobe besonders wichtig.

Müssen die Rosinen eingeweicht werden?

Im Original steht das nicht. Wenn die Rosinen weich sind, können sie direkt verwendet werden. Sind sie sehr trocken, kann ein kurzes Einweichen helfen.

Zusammenfassung

Dieser Teestollen ist ein schlichtes, altes Hausrezept aus Helgas erster Rezeptsammlung. Vollmehl, Honig, Butter, Eier, Milch und Rosinen ergeben ein einfaches Gebäck, das gut zu Tee oder Kaffee passt.

Die handschriftliche Notiz ist kurz, aber sie zeigt eine sehr typische Art der Hausküche: wenige Zutaten, klare Arbeitsschritte und ein Ergebnis, das nicht aufwendig, sondern alltagstauglich und liebevoll ist.Dieses Rezept ist Teil von Helgas ersten Hausrezepten, einer kleinen Sammlung einfacher Gerichte aus handschriftlichen Notizen.

Über Oma Helga

Oma Helga ist eine Mutter und Großmutter, die viele Jahre lang für ihre Familie gekocht hat.

Die Rezepte auf dieser Website stammen aus ihrem alltäglichen Leben.

Sie wurden aus ihren handgeschriebenen Notizen bewahrt und über die Jahre weitergegeben.

Heute werden sie von der Familie strukturiert, übersetzt und hier veröffentlicht.

Alle Rezepte sind einfach, zuverlässig und für den täglichen Gebrauch gedacht.

Oma Helga

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