Dieser Topfen-Apfelauflauf gehört zu Helgas ersten einfachen Hausrezepten. Die handschriftliche Notiz ist kurz, aber sie zeigt sehr schön, worum es bei diesem Gericht geht: Topfen, Äpfel, Eier, Honig, etwas Grieß, Vanille und Zitrone werden zu einem einfachen, warmen Auflauf verbunden.
Im Original steht nur knapp: „Abtrieb, Äpfel dazu, zuletzt Schnee + Grieß unterziehen, bei 200° backen.“ Für die heutige Küche werden die Schritte hier etwas ausführlicher erklärt, ohne die ursprünglichen Zutaten und Mengen zu verändern.
Über diesen Topfen-Apfelauflauf
Ein Topfen-Apfelauflauf ist ein einfaches, sättigendes Süßgericht. Er kann als Nachspeise, süße Hauptspeise oder als warmer Auflauf zum Nachmittagskaffee serviert werden.
Der Topfen macht den Auflauf weich und leicht säuerlich, die Äpfel bringen Fruchtigkeit und Saftigkeit, und der Honig sorgt für eine milde Süße. Der Grieß hilft, die Masse zu binden.
Durch den Eischnee wird der Auflauf etwas lockerer, ohne dass er wie ein klassischer Kuchen wirken muss. Er bleibt ein bodenständiges Hausgericht.
Originaler Rezepttitel
Im Original steht als Titel:
Topfen-Apfelauflauf
Diese Bezeichnung wurde hier beibehalten, weil sie genau beschreibt, worum es geht: einen einfachen Auflauf aus Topfen und Äpfeln.
Originalbild
„Gesunde Kost alle Tage„

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Dieses Rezept ist innerhalb der gesamten Rezeptsammlung das 15. Rezept.
Auf dem hier verwendeten Bild erscheint es jedoch als achtte Rezept, da das Bild nur einen Ausschnitt der ursprünglichen Sammlung zeigt.
Für die Einordnung auf dieser Website wird es daher als Rezept Nr. 15 geführt.
Zutaten
- 4 Eier
- 1 Dotter
- 12 dag Honig
- 1 EL Vanille
- 75 dag Topfen
- 1 Zitrone
- 1 Prise Salz
- 4 1/2 EL Grieß
- 1 KL Backpulver
- 3/4 kg Äpfel
Hinweise zu den Mengen
In der alten Rezeptnotiz wird die Einheit dag verwendet.
1 dag entspricht 10 g.
Das bedeutet:
12 dag Honig = 120 g Honig
75 dag Topfen = 750 g Topfen
Die Angabe 3/4 kg Äpfel entspricht:
3/4 kg Äpfel = 750 g Äpfel
Die Abkürzung KL steht sehr wahrscheinlich für Kaffeelöffel oder einen kleinen Löffel. In heutigen Rezepten entspricht das ungefähr einem kleinen Teelöffel.
BP steht sehr wahrscheinlich für Backpulver.
Bei der Angabe 1 P. Salz ist vermutlich 1 Prise Salz gemeint. In alten handschriftlichen oder privaten Rezeptnotizen wurden solche Abkürzungen häufig knapp notiert.
Hinweise zu den Zutaten
Topfen
Topfen ist eine wichtige Zutat in der österreichischen Küche. Er ähnelt Quark, ist aber je nach Region und Produkt etwas unterschiedlich in Konsistenz und Feuchtigkeit.
Für diesen Auflauf sollte der Topfen nicht zu flüssig sein. Wenn er sehr feucht wirkt, kann man ihn kurz abtropfen lassen. So wird der Auflauf später nicht zu weich.
Äpfel
Im Original stehen 3/4 kg Äpfel. Die Sorte ist nicht angegeben.
Gut geeignet sind Äpfel, die beim Backen weich werden, aber nicht sofort vollständig zerfallen. Leicht säuerliche Äpfel passen besonders gut, weil sie die Süße des Honigs ausgleichen.
Grieß
Der Grieß bindet die Topfenmasse und nimmt beim Backen Flüssigkeit auf. Dadurch wird der Auflauf stabiler und lässt sich besser portionieren.
Vanille
Im Original steht 1 EL Vanille. Gemeint kann eine vanillige Zutat sein, zum Beispiel Vanillezucker oder eine andere damals verwendete Vanillezubereitung.
Da die handschriftliche Notiz hier nicht genauer ist, sollte die Vanille vorsichtig dosiert werden. Wichtig ist vor allem der milde Vanillegeschmack im Auflauf.
Zitrone
Im Original steht nur 1 Zitrone, ohne weitere Erklärung. Wahrscheinlich wurde die Zitrone für Aroma verwendet.
Für die heutige Küche kann man die Schale einer unbehandelten Zitrone fein abreiben. Wer mehr Frische möchte, kann zusätzlich etwas Zitronensaft verwenden. Da dies im Original nicht genauer steht, sollte man hier behutsam vorgehen.
Zubereitung
- Zutaten vorbereiten
Die Eier trennen.
Die Eiweiße werden später zu Schnee geschlagen.
Die Dotter werden für den Abtrieb verwendet.
Die Äpfel schälen, entkernen und grob raspeln oder klein schneiden.
Die Zitrone vorbereiten und bei Bedarf die Schale fein abreiben.
- Topfen vorbereiten
Den Topfen in eine Schüssel geben.
Wenn er sehr feucht ist, vorher etwas abtropfen lassen.
So wird die Auflaufmasse später nicht zu flüssig. - Abtrieb machen
Die Dotter mit dem Honig gut verrühren.
Den zusätzlichen Dotter ebenfalls dazugeben.
Alles so lange rühren, bis eine gleichmäßige Masse entsteht.
Dieser Arbeitsschritt wird im Original als „Abtrieb“ bezeichnet. - Topfen einrühren
Den Topfen zur Honig-Dotter-Masse geben.
Alles gut verrühren, bis eine glatte Topfenmasse entsteht.
Vanille, Salz und Zitrone dazugeben.
Dabei nur so viel Zitrone verwenden, dass der Geschmack frisch, aber nicht zu sauer wird. - Äpfel dazugeben
Die vorbereiteten Äpfel zur Topfenmasse geben.
Alles vorsichtig vermischen.
Die Äpfel sollen gleichmäßig verteilt sein, ohne dass die Masse zu stark gerührt wird. - Eischnee schlagen
Die Eiweiße in einer sauberen Schüssel steif schlagen.
Der Eischnee sollte fest, aber nicht trocken sein.
Er wird am Ende vorsichtig untergehoben. - Grieß und Backpulver vorbereiten
Den Grieß mit dem Backpulver vermischen.
So verteilt sich das Backpulver gleichmäßiger in der Auflaufmasse. - Schnee und Grieß unterziehen
Den Eischnee und die Grieß-Backpulver-Mischung zur Topfen-Apfelmasse geben.
Alles vorsichtig unterziehen.
Nur so lange mischen, bis keine größeren Eischneereste oder Grießnester mehr sichtbar sind. - Form vorbereiten
Eine Auflaufform einfetten.
Die Masse einfüllen und die Oberfläche glatt streichen.
Die Form sollte nicht zu flach sein, damit der Auflauf nicht austrocknet. - Bei 200℃ backen
Den Topfen-Apfelauflauf bei 200℃ backen.
Im Original ist keine genaue Backzeit angegeben.
Der Auflauf ist fertig, wenn die Oberfläche leicht gebräunt ist und die Masse in der Mitte gestockt wirkt. - Kurz ruhen lassen
Den Auflauf nach dem Backen einige Minuten stehen lassen.
So wird er etwas fester und lässt sich besser portionieren.
Warm servieren.
Worauf man achten sollte
Der Topfen sollte nicht zu wässrig sein.
Wenn er viel Flüssigkeit enthält, kann der Auflauf zu weich werden.
Die Äpfel sollten nicht zu grob bleiben.
Klein geschnitten oder grob geraspelt verbinden sie sich besser mit der Topfenmasse.
Der Eischnee sollte vorsichtig untergehoben werden.
Zu starkes Rühren nimmt der Masse die Luft und macht den Auflauf schwerer.
Der Auflauf sollte nach dem Backen kurz ruhen.
Direkt aus dem Ofen ist er oft noch sehr weich. Nach einigen Minuten lässt er sich besser schneiden oder löffeln.
Geschmack und Konsistenz
Dieser Topfen-Apfelauflauf schmeckt mild, fruchtig und leicht säuerlich. Der Honig gibt eine sanfte Süße, ohne den Auflauf zu schwer wirken zu lassen.
Die Äpfel machen ihn saftig, während der Grieß die Masse bindet. Durch den Eischnee wird der Auflauf etwas lockerer, bleibt aber trotzdem ein einfaches, sättigendes Hausgericht.
Die Konsistenz liegt zwischen Topfenauflauf, süßem Grießauflauf und Apfelauflauf. Genau diese Mischung macht ihn so typisch für eine bodenständige Küche.
Was bedeutet „Abtrieb“?
„Abtrieb“ ist ein alter Ausdruck aus der österreichischen Küche. Gemeint ist meist eine Grundmasse aus Dottern, Butter oder einer süßenden Zutat, die gut verrührt wird.
In diesem Rezept besteht der Abtrieb vor allem aus Dottern und Honig. Danach werden Topfen, Äpfel, Grieß und Eischnee ergänzt.
Kann man den Auflauf vorbereiten?
Der Topfen-Apfelauflauf schmeckt frisch aus dem Ofen besonders gut.
Die Zutaten können aber vorbereitet werden. Die Äpfel sollte man jedoch erst kurz vor dem Backen zur Masse geben, damit sie nicht zu viel Flüssigkeit ziehen oder braun werden.
Reste können im Kühlschrank aufbewahrt und später vorsichtig erwärmt werden. Beim Aufwärmen wird die Konsistenz etwas fester und kompakter.
Serviervorschlag
Der Topfen-Apfelauflauf kann warm pur serviert werden.
Gut dazu passen:
- Staubzucker
- etwas Schlagobers
- Vanillesauce
- Apfelmus
- ein Löffel Fruchtkompott
Da der Auflauf bereits Honig und Äpfel enthält, braucht er nicht viel zusätzliche Süße.
Häufige Fragen
Zusammenfassung
Dieser Topfen-Apfelauflauf ist ein einfaches, altes Hausrezept aus Helgas erster Rezeptsammlung. Topfen, Äpfel, Eier, Honig, Grieß, Vanille und Zitrone ergeben einen warmen, mild süßen Auflauf, der gut in eine bodenständige österreichische Hausküche passt.
Die handschriftliche Notiz ist kurz, aber sie enthält die wichtigsten Hinweise: Abtrieb machen, Äpfel dazugeben, zuletzt Schnee und Grieß unterziehen und bei 200 °C backen.
Gerade diese knappe Art macht das Rezept besonders. Es wirkt nicht wie ein modernes, genau ausgearbeitetes Backrezept, sondern wie eine echte Küchennotiz aus dem Alltag.
Dieses Rezept ist Teil von Helgas ersten Hausrezepten, einer kleinen Sammlung einfacher Gerichte aus handschriftlichen Notizen.
Über Oma Helga
Oma Helga ist eine Mutter und Großmutter, die viele Jahre lang für ihre Familie gekocht hat.
Die Rezepte auf dieser Website stammen aus ihrem alltäglichen Leben.
Sie wurden aus ihren handgeschriebenen Notizen bewahrt und über die Jahre weitergegeben.
Heute werden sie von der Familie strukturiert, übersetzt und hier veröffentlicht.
Alle Rezepte sind einfach, zuverlässig und für den täglichen Gebrauch gedacht.

