Sojamehl-Vollkorn-Pfannkuchen

Sojamehl Vollkorn Pfannkuchen

Diese Sojamehl-Vollkorn-Pfannkuchen gehören zu den frühen Rezepten, die Oma Helga in ihrer ersten Zeit des Kochens notiert hat.

Die ursprüngliche handschriftliche Aufzeichnung ist knapp gehalten, zeigt aber sehr schön, worum es bei diesem Gericht geht: Aus einfachen Zutaten wie Vollkornmehl, Sojamehl, Zwiebel, Käse und etwas Muskat entsteht eine herzhafte, sättigende Mahlzeit für den Alltag.

Die Mengen und Grundzutaten bleiben in dieser Fassung möglichst nah am Original. Die Zubereitung wird jedoch ausführlicher erklärt, damit das Rezept heute leichter nachgekocht werden kann.

Über diese Sojamehl-Vollkorn-Pfannkuchen

Sojamehl-Vollkorn-Pfannkuchen sind keine süßen Pfannkuchen zum Frühstück, sondern eine herzhafte Mehlspeise, die dünn in der Pfanne gebacken wird.

Durch das Vollkornmehl bekommen sie einen kräftigen, leicht nussigen Geschmack. Das Sojamehl macht den Teig gehaltvoller und sorgt dafür, dass die Pfannkuchen trotz der einfachen Zutaten gut sättigen.

Die Zwiebel bringt eine milde Süße in den Teig, der Käse sorgt für Würze und Fülle. Eine kleine Menge Muskat rundet den Geschmack ab, ohne im Vordergrund zu stehen.

Dünn gebacken erinnern die Pfannkuchen eher an herzhafte Palatschinken oder Crêpes als an dicke, lockere Pfannkuchen. Sie lassen sich gut zusammenklappen und können als einfache Hauptspeise oder als Beilage serviert werden.

Zum ursprünglichen Rezeptnamen

Im handschriftlichen Original handelt es sich um ein schlichtes Pfannengericht aus Sojamehl und Vollkornmehl.

Auf Deutsch wird dieses Rezept hier als

Sojamehl-Vollkorn-Pfannkuchen

vorgestellt.

Der Name macht deutlich, welche Zutaten im Mittelpunkt stehen. Es geht nicht um ganze Sojabohnen, sondern um Sojamehl, das mit Vollkornmehl zu einem herzhaften Teig verarbeitet wird.

Solche einfachen Mehlspeisen passen gut zur traditionellen Alltagsküche: wenige Zutaten, eine unkomplizierte Zubereitung und ein Ergebnis, das satt macht, ohne aufwendig zu sein.

Originalbild

Gesunde Kost alle Tage

GESUNDE WP 2

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Dieses Rezept ist innerhalb der gesamten Rezeptsammlung das 10. Rezept.
Auf dem hier verwendeten Bild erscheint es jedoch als drittes Rezept, da das Bild nur einen Ausschnitt der ursprünglichen Sammlung zeigt.

Für die Einordnung auf dieser Website wird es daher als Rezept Nr. 10 geführt.

Zutaten

  • 200 g Vollmehl
  • 125 g Sojamehl
  • Salz
  • 1 Zwiebel
  • ca. 500 ml Wasser
  • Muskat
  • 150 g Käse

Hinweise zu den Mengenangaben

Im ursprünglichen handschriftlichen Rezept wurden einige Mengen in dag angegeben.

1dag entspricht 10g.

Für dieses Rezept bedeutet das:

20dag Vollkornmehl = 200g

12,5dag Sojamehl = 125g

15dag Käse = 150g

Die Wassermenge liegt bei ungefähr 500ml.

Je nach Mehlsorte kann der Teig etwas mehr oder weniger Wasser brauchen. Vollkornmehl und Sojamehl nehmen Flüssigkeit unterschiedlich stark auf. Deshalb ist es besser, das Wasser nach und nach einzuarbeiten und die Konsistenz während des Rührens zu prüfen.

Ergänzende Hinweise zu den Zutaten

Vollkornmehl

Vollkornmehl gibt den Pfannkuchen ihren herzhaften Charakter.

Es schmeckt kräftiger als helles Mehl und macht den Teig etwas rustikaler. Genau diese einfache, etwas kernige Art passt gut zu diesem Rezept.

Da Vollkornmehl Flüssigkeit gut bindet, kann der Teig nach kurzer Zeit fester werden. Wenn er sich in der Pfanne nicht mehr gut verteilen lässt, kann man noch einen kleinen Schuss Wasser unterrühren.

Sojamehl

Sojamehl wird aus Sojabohnen hergestellt und bringt einen eigenen, leicht nussigen Geschmack mit.

In diesem Rezept macht es die Pfannkuchen gehaltvoller. Der Teig wird dadurch etwas kräftiger als ein reiner Weizenmehlteig.

Je nach Produkt kann Sojamehl unterschiedlich intensiv schmecken. Die Kombination mit Zwiebel, Käse und Muskat hilft dabei, den Geschmack auszugleichen und harmonischer zu machen.

Käse

Im Originalrezept ist keine bestimmte Käsesorte genannt.

Gut geeignet ist ein Käse, der sich fein reiben lässt oder beim Backen leicht schmilzt. Gouda, Emmentaler, Bergkäse oder ein milder Schnittkäse können verwendet werden.

Der Käse gibt dem Gericht Würze und rundet den Teig ab. Wenn ein sehr salziger Käse verwendet wird, sollte man mit dem zusätzlichen Salz vorsichtig sein.

Zwiebel

Die Zwiebel sollte möglichst fein geschnitten werden.

So verteilt sie sich gleichmäßig im Teig und gart beim Backen besser durch. Zu grobe Stücke können das dünne Ausstreichen des Teiges erschweren.

Die Zwiebel sorgt nicht für einen dominanten Geschmack, sondern bringt vor allem eine milde, herzhafte Süße in die Pfannkuchen.

Muskat

Muskat wird hier nur zum Abrunden verwendet.

Eine kleine Prise reicht aus. Zu viel Muskat würde den schlichten Charakter des Gerichts überdecken.

Mögliche Alternativen im heutigen Haushalt

Die Zutaten sind grundsätzlich einfach, dennoch hat nicht jeder Haushalt Sojamehl oder Vollkornmehl vorrätig.

Wenn kein Sojamehl vorhanden ist

Ein Teil des Sojamehls kann durch helles Mehl oder zusätzliches Vollkornmehl ersetzt werden.

Der Geschmack wird dadurch milder und weniger nussig. Auch die Struktur des Teiges verändert sich etwas, da Sojamehl anders bindet als Weizenmehl.

Wer geröstetes Sojabohnenmehl oder Kinako zur Verfügung hat, kann eine kleine Menge davon verwenden. Es sollte aber nicht vollständig anstelle des Sojamehls eingesetzt werden, da der Eigengeschmack deutlich stärker sein kann.

Wenn kein Vollkornmehl vorhanden ist

Helles Weizenmehl kann verwendet werden.

Die Pfannkuchen werden dann etwas feiner und weniger rustikal. Wer trotzdem eine kräftigere Note behalten möchte, kann helles Mehl mit etwas Dinkelvollkornmehl, Roggenmehl oder einem anderen Vollkornmehl mischen.

Wenn der Geschmack milder sein soll

Ein milder Käse und nur eine sehr kleine Menge Muskat machen das Gericht zurückhaltender.

So passen die Pfannkuchen besonders gut zu Salat, Suppe oder einem leichten Joghurt-Dip.

Zubereitung

1. Zwiebel und Käse vorbereiten 
Die Zwiebel fein hacken.
Je feiner sie geschnitten ist, desto besser verteilt sie sich im Teig.
Den Käse reiben oder in sehr kleine Stücke schneiden, damit er sich gleichmäßig einarbeiten lässt.

2. Die Mehlsorten vermischen
Vollkornmehl, Sojamehl und etwas Salz in eine Schüssel geben.
Die trockenen Zutaten kurz miteinander vermengen.
So verteilt sich das Sojamehl besser und der Teig wird später gleichmäßiger.

3. Wasser einrühren
Das Wasser nach und nach zugeben und dabei ständig rühren.
Am Anfang wirkt der Teig eher fest, wird aber mit weiterer Flüssigkeit geschmeidiger.
Der fertige Teig soll so weich sein, dass er sich in der Pfanne dünn ausstreichen lässt.

4. Zwiebel, Käse und Muskat zugeben
Zwiebel, Käse und eine kleine Prise Muskat unter den Teig mischen.
Alles gründlich verrühren, damit keine Käseklumpen am Boden der Schüssel bleiben.
Der Teig sollte gleichmäßig wirken, bevor er in die Pfanne kommt.

5. Die Pfanne erhitzen
Eine Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen.
Etwas Öl hineingeben und dünn verteilen.
Die Pfanne soll heiß genug sein, damit der Teig anbackt, aber nicht so heiß, dass er sofort dunkel wird.

6. Dünne Pfannkuchen backen
Eine Schöpfkelle Teig in die Pfanne geben.
Den Teig durch Schwenken der Pfanne oder mit der Rückseite der Kelle dünn verteilen.
Die Unterseite backen, bis sie goldbraun ist und die Oberfläche beginnt fest zu werden.

7. Wenden und fertig backen
Den Pfannkuchen vorsichtig wenden.
Auch die zweite Seite goldbraun backen.
Die Hitze dabei im mittleren Bereich halten, damit der Teig innen durchgart und außen nicht zu schnell bräunt.

8. Zusammenklappen und servieren
Den fertigen Pfannkuchen auf einen Teller legen.
Nach Wunsch halbieren, zusammenklappen oder vierteln.
Warm serviert schmecken die Pfannkuchen besonders aromatisch.

Tipps für ein gutes Ergebnis

Den Teig nicht zu fest machen

Der Teig sollte nicht schwer und dick sein.

Wenn er sich nur mühsam verteilen lässt, werden die Pfannkuchen schnell kompakt. Ein etwas flüssigerer Teig lässt sich dünner backen und wirkt leichter.

Die Zwiebel wirklich fein schneiden

Große Zwiebelstücke können beim Backen stören.

Fein geschnittene Zwiebel verbindet sich besser mit dem Teig und verteilt ihren Geschmack gleichmäßiger.

Muskat sparsam verwenden

Muskat ist in diesem Rezept nur eine kleine Würze im Hintergrund.

Zu viel davon würde den Geschmack von Vollkornmehl, Sojamehl und Käse überlagern.

Bei mittlerer Hitze backen

Mittlere Hitze ist für dieses Rezept am besten.

Bei zu starker Hitze wird die Außenseite schnell dunkel, während der Teig innen noch schwer und feucht bleiben kann. Geduldiges Backen sorgt für eine bessere Textur.

Geschmack und Konsistenz

Diese Sojamehl-Vollkorn-Pfannkuchen schmecken herzhaft, mild nussig und angenehm rustikal.

Das Vollkornmehl bringt einen kräftigen Getreidegeschmack mit. Das Sojamehl macht die Pfannkuchen gehaltvoller und gibt ihnen eine etwas besondere Note. Zwiebel und Käse sorgen dafür, dass der Geschmack rund und nicht trocken wirkt.

Die Konsistenz ist etwas fester als bei sehr feinen Palatschinken aus hellem Mehl. Wenn der Teig dünn gebacken wird, bleiben die Pfannkuchen dennoch weich und gut faltbar.

Es ist kein aufwendiges Festtagsgericht, sondern ein einfaches Essen, das gut in die Alltagsküche passt.

Aufbewahrung

Die Pfannkuchen können vorbereitet und später wieder erwärmt werden.

Nach dem Backen vollständig abkühlen lassen und in einem geschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahren.

Da Zwiebel und Käse enthalten sind, sollten sie nicht lange bei Raumtemperatur stehen bleiben.

Zum Aufwärmen eignet sich eine Pfanne bei niedriger bis mittlerer Hitze. So wird die Oberfläche wieder etwas aromatischer. In der Mikrowelle lassen sie sich ebenfalls erwärmen, werden dabei aber weicher.

Am besten schmecken sie frisch oder spätestens am nächsten Tag.

Serviervorschläge

Die Sojamehl-Vollkorn-Pfannkuchen können pur gegessen werden.

Sie passen aber auch gut zu einfachen Beilagen wie:

  • Grünem Salat
  • Tomaten oder Gurken
  • Naturjoghurt mit Kräutern
  • Gemüsesuppe
  • Sauerrahm oder Schmand mit frischen Kräutern

Am schönsten bleibt das Gericht, wenn es nicht zu stark überladen wird. Die einfache Kombination aus Mehl, Zwiebel und Käse soll geschmacklich erkennbar bleiben.


Häufige Fragen

Kann ich die Pfannkuchen ohne Käse zubereiten?

Ja, das ist möglich. Der Geschmack wird dann jedoch weniger rund und etwas schlichter. Wer den Käse weglässt, kann etwas kräftiger würzen oder die Pfannkuchen mit einem leichten Dip servieren.

Warum wird mein Teig während des Backens dicker?

Vollkornmehl und Sojamehl nehmen auch nach dem Anrühren noch Flüssigkeit auf. Das ist normal. Wenn der Teig zu fest wird, einfach etwas Wasser einrühren und vor dem nächsten Pfannkuchen noch einmal gut mischen.

Kann ich den Teig vorher vorbereiten?

Für kurze Zeit ist das möglich. Der Teig sollte aber nicht zu lange stehen, weil er durch die Mehlsorten nachdickt. Vor dem Backen sollte die Konsistenz noch einmal geprüft werden.

Sind diese Pfannkuchen eher Hauptgericht oder Beilage?

Beides ist möglich. Mit Salat oder Suppe können sie eine einfache Mahlzeit sein. In kleineren Portionen passen sie auch als herzhafte Beilage.

Welcher Käse passt am besten?

Ein gut schmelzender Käse ist praktisch. Milder Gouda, Emmentaler oder ein einfacher Schnittkäse eignen sich gut. Kräftigere Sorten geben mehr Würze, können aber auch dominanter schmecken.

Kann man die Pfannkuchen kalt essen?

Man kann sie kalt essen, am besten schmecken sie jedoch warm. Wenn sie vorbereitet wurden, ist kurzes Aufwärmen in der Pfanne empfehlenswert.

Zusammenfassung

Sojamehl-Vollkorn-Pfannkuchen sind ein einfaches, herzhaftes Rezept aus Oma Helgas früher Sammlung handschriftlicher Kochideen.

Aus Vollkornmehl, Sojamehl, Zwiebel, Käse und etwas Muskat entsteht ein sättigendes Pfannengericht mit rustikalem Geschmack.

Das Original ist kurz notiert, doch gerade darin zeigt sich der Charakter dieser Alltagsküche: wenige Zutaten, eine einfache Zubereitung und ein warmes, bodenständiges Ergebnis.

Dieses Rezept gehört zu Oma Helgas erster Hausmannskost-Serie. Die handschriftliche Grundlage bleibt erhalten, wird hier aber so ergänzt, dass sie auch in einer heutigen Küche gut nachgekocht werden kann.

Über Oma Helga

Oma Helga ist eine Mutter und Großmutter, die viele Jahre lang für ihre Familie gekocht hat.

Die Rezepte auf dieser Website stammen aus ihrem alltäglichen Leben.

Sie wurden aus ihren handgeschriebenen Notizen bewahrt und über die Jahre weitergegeben.

Heute werden sie von der Familie strukturiert, übersetzt und hier veröffentlicht.

Alle Rezepte sind einfach, zuverlässig und für den täglichen Gebrauch gedacht.

Oma Helga

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